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| Biographie - Tanja Schön
9 Monate nach einem leidenschaftlichen Verkehrsunfall meiner damals 17 jährigen Eltern, erblickte ich an einem 1. Dezember in Dingolfing als Tochter eines Polizisten und einer Verkäuferin das Licht der Welt. (Mein obligatorisches Geburtstagsgeschenk von meiner Mutter ist daher immer ein Schokoladenadventskalender). 5 Jahre später war mit meiner kleinen Schwester Stephanie unsere Familie komplett. Nachdem mich meine Mutter mit diversen sportlichen Aktivitäten, wie stundenlanges Extrem-Spazierengehen, Mutter und Kind Turnen bis hin zum Kunstturnen quälte, entdeckte ich mit 9 Jahren bei einer Bodenturnkür durch Zufall mein tatsächliches Talent: der Tanz. Ich trat also unserem örtlichen Tanzverein bei und begann Rock` n Roll zu tanzen. Mit 11 Jahren wurde ich in einem Clubtunier für Standard- und Lateintänze entdeckt. Ich tanzte bis in die höchste Amateurklasse. Währenddessen fing ich auch Jazzdance, Ballett und Step an. Um Geld für mein teures Hobby zu verdienen, gab ich mit 15 Jahren Trainerstunden und begann Kinder zu unterrichten. Während meine Mutter mein körperliches Talent entdeckte und förderte, verdanke ich meinem Vater mein Interesse an Musicals. Mit ihm sah ich mit 13 Jahren mein 1. Musical: die Rocky Horrow Picture Show. Es folgten Jesus Christ Superstar, Hair und Cabaret. Es ist für mich wie ein Zeichen, dass ich mein erstes gesehenes Musical auch als erstes auf der Bühne spielte. Im Rahmen meines Tanzclubs wirkte ich bei vielen Laienauftritten mit und versuchte mich mit 17 Jahren das 1. Mal im Gesang. Ich vergas ganz zu erwähnen, dass ich wie jeder andere auch zur Schule ging. Ich besuchte das Gymnasium, machte mit 19 mein Abitur und musste mich daher entscheiden, welchen Beruf ich ergreifen möchte. Eigentlich gabs nicht viel zu überlegen: ich hatte immer nur ein Interesse und nie etwas anderes gemacht: Tanzen bzw. Musical. Doch aus irgendwelchen konservativen Gründen (für alle unverständlich v.a. für meine Eltern) beschloss ich, in München Philosophie, Theaterwissenschaften und neuere dt. Literaturwissenschaften zu studieren. Aber alles kommt, wie es kommen muss: Neben dem Studium spielte ich in Ingolstadt die Rocky Horror Sow. Als in München dann eine neue Musicalschule eröffnete, machte ich aus Spass die Aufnahmeprüfung: und es hat geklappt. Nach 1 ˝ Jahren Studium, begann ich meine 3 jährige Musicalausbildung an der Abraxas Musical Akademie. Mein Geld verdiente ich in der Tanzschule Neubeck-Ebel, wo ich Kindertanz, Hip Hop und Step unterrichtete. Als ich für Moby Dick, meinem 1. Engagement nach der Schule, nach Wien ging, hatte ich 10 Jahre Unterrichten hinter mir. Der Abschied von meinen Schülern und von meinem bisherigen Leben fiel schwerer als ich dachte. Aber mich erwartete endlich das Leben, das ich immer wollte, und für das ich hart gearbeitet habe. Ich verliebte mich in die Stadt Wien, wo ich wohnte, als ich Moby Dick, Tommy, Wake up und Wild Party spielte. Dort hab ich viele liebe Freunde gefunden, die ich regelmässig vermisse. Hier hatte ich auch meine ersten Fans, die für mich einen Fanclub gründeten. Das harte an diesem Beruf ist, dass man immer wieder weiter gehen und Menschen verlassen muss, die man lieb gewonnen hat. Zwischendurch war ich für Cabaret in Freiburg-auch eine sehr schöne Stadt. Hier entdeckte ich mein Interesse für Sprechtheater, denn wenn ich frei hatte, ging ich in die Schauspielvorstellungen. Ähnlich schön war St.Gallen, ein kleines idyllisches Städtchen in der Schweiz. Statt zu arbeiten, hatte ich eher das Gefühl, hier Urlaub zu machen. Obwohl es ziemlich aufregend für mich war. Ich übernahm meine erste Hauptrolle: Serena Katz. Das war eine unglaublich gute Erfahrung! Fame ist für mich sowieso das perfekte Musical. In keinem anderen Stück, das ich bereits gemacht habe, ist Singen, Tanzen und Spielen so ausgewogen. Dann zog ich nach Stuttgart. Das war erst mal ein Schock! Nach 1 ˝ Jahren hab ich mich an die Stadt gewöhnt, mögen tu ich sie immer noch nicht. Was nicht an der Stadt liegt: ich fand es immer Schade, dass das Theater, in dem ich meine meiste Zeit verbrachte, wie in einem Ghetto ausserhalb der Stadt liegt. Aber hier spielte nun mal das Musical Mamma Mia, in dem ich das erste mal erfuhr, was es bedeutet Cover zu sein bzw. ein Cover einzustudieren. Die Rolle muss in sehr kurzer Zeit gelernt werden, und man hat das Gefühl, man geht halbfertig auf die Bühne und das vor 1800 Menschen! So war es auch, als ich meine Premiere als Sophie, die junge weibl. Hauptrolle, hatte. Eine wahnsinnige Verantwortung und enormer Druck lastet da auf einem. Nach einem Jahr wechselte ich vom Ensemble zum Swing, was auch neu für mich war. Das war dann wieder aufregend und eine Herausforderung: jeden Tag eine andere Rolle spielen, je nachdem wer fehlte. Also alles in allem war Mamma Mia zwar nicht meine positivste Zeit, aber die mit der meisten Erfahrungssammlung! Innerhalb 4 Jahre ziehe ich zum 3. Mal um, verlasse wieder liebe Menschen, nehme aber auch ein paar mit nach Hamburg zur Europapremiere von Dirty Dancing. Diesmal bin ich wieder Ensemble, aber habe diesmal zwei Cover: Baby und Lisa. Ich freu mich auf Euren Besuch! Bei der Verlängerung wurde ich Erstbesetzung Baby! Für mich ist es eine Traumrolle. Es verlangt was ich gut kann, nämlich Spielen und Tanzen! Es ist auch kein Problem es 8x die Woche zu spielen, weil ich es wirklich geniesse. Ich kann sagen: Das ist "The Time of my Life"! Wenn`s am schönsten ist, soll man aufhören und 2 1/2 Jahre „Dreckiges Tanzen“ waren dann ja auch genug. Meine nächste Show sollte das Love-Rockmusical Hair sein und zwar im Staatstheater Kassel. Hier traf ich auf eine geniale und menschlich einwandfreie Cast. Ich bekam überraschend die Rolle „Donna“ und war noch nie in meinem Leben so oft verletzt wie in dieser Produktion: blaue Flecken an Armen und Beinen und ein blaues Auge waren die Folge von „von Stühlen fallen“ oder „mit einem Lampenschirm auf dem Kopf gegen eine Wand laufen“. Das Stück, die Cast und die intensive Probenzeit sorgten dafür, dass die Zeit meines Lebens immer noch andauert. Musicals: Inhalt, Rolle und persönliches Statement |
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Moby Dick:
Aufgrund einer Geldknappheit beschliessen die Direktorin und die Studenten eines engl. Internats aus dem Buch Moby Dick ein Musical zu machen und es zugunsten ihrer Schule aufzuführen. Somit handelt das Stück von Kapitän Ahab, der am weissen Wal Moby Dick für seine Verstümmelung rächen will. Der Ernst dieses Themas geht aber durch die unfreiwillig komische Darstellung der Direktorin und ihrer Studenten verloren. Die Suche nach dem weissen Wal entpuppt sich als 3 Stunden purer Lachspass! Rolle: Ensemble, d.h. Studentin, Fischersfrau, Matrose, Dieb etc. Persönl. Statement: Das war meine beste Zeit! Ein hervorragendes, liebes Ensemble! Ein unglaublich kompetentes Leading Team! Ich liebe diesen Humor! |
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Cabaret:
Berlin: Der junge Schriftsteller Cliford Bradshaw aus Pennsylvania trifft an Sylvester im Kit-Kat Club auf die lebenshungrige Sally Bowles, die hier auftritt. Es entsteht eine Beziehung zwischen zwei Menschen, die Welten trennen. Das Musical zeigt auf, welchen Einfluss die politische Lage im Nazideutschland auf die verschiedenen menschlichen Beziehungen hatte. Rolle: Kit-Kat-Girl Lulu und eine der Two Ladies Persönl. Statement: Tolles, emotionales und kritisches Stück! Wahnsinnige Musik! Grösster Kontrast zu Moby Dick! Auch eine super Zeit mit einem super Ensemble! |
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Tommy: Nach dem 2. Weltkrieg kehrt der tot geglaubte Captian Walker zu seiner Frau und seinem Sohn Tommy zurück. Es kommt zu einem Streit zwischen ihm und dem neuen Lebensgefährten seiner Frau. Ein Schuss fällt und Tommy erlbt den Tod des Liebhabers über einen Spiegel mit. Für die Walkers beginnt ein harter Weg zu allen Ärzten dieser Welt, um den seitdem traumatisierten Tommy aus seiner Trance zu holen. Durch diesen Zustand wird er erst Flipperkönig und dann Idol von vielen Menschen, die so sein wollen wie er. Erst als seine Mutter in ihrer Verzweiflung den Spiegel zerstört, findet Tomy zu seiner Identität und zu seiner Familie zurück. Rolle:Ensemble und Sally Simpson Persönl. Statement: Am Tag vor der Audition war ich in Freiburg und spielte Cabaret. Um zur Audition zu kommen, holte mich mein Vater und mein Onkel mit dem Auto in Freiburg ab und fuhren mich dann 900 km nach Wien. Um 8.00 kam ich an, um 10.00 begann eine der härtesten Auditions, die ich je gemacht habe. Aber es hat sich gelohnt! Tolle Produktion und cooles Ensemble! Und ich hatte meine erste kleine Rolle: Sally Simpson! |
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Wake up: Der alternde Rockstar Ronny Reno versucht mit seinem Manager Jeff Zodiak ein Comeback. Doch nach einem Streit mit Jeff, feuert Ronny diesen und betrinkt sich in seinem Hotelzimmer. Rosanna, die in diesem Hotel arbeitet, will die Gelegenheit nützen und ihr Idol Ronny um Unterstützung für ihre Gesangskarriere bitten. Durch eine Intrige des verletzten Managers fällt Rosanna durch eine Überdosis ins Koma. Ronny wird verantwortlich gemacht und kommt ins Gefängnis. Doch alles wird gut als Ronny im Gefängnis erkennt, was wirlich für ihn zählt. Durch ein Lied von ihm erwacht Rosanna aus dem Koma, und Jeff verrät sich vor Gericht, so dass die ganze Wahrheit ans Licht kommt. Rolle: Ensemble, d.h. Fan, Kellnerin, Partygast, Paparazzo, Ärztin etc. Persönl. Statement: Meine erste Ensuite Produktion! Probezeit war chaotisch, aber Kim Duddy zusammen mit Rainhard Fendrich haben uns gerettet. Mir hat diese Show viel Spass gemacht, auch 6x die Woche. |
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Wild Party: Zur Zeit der Weltwirtschaftskrise in Amerika: Queenie und Burrs haben sich auseinander gelebt. Desillusionierung und vor allem Aggression bestimmen die Beziehung. Als die Situation wieder einmal eskaliert, beschliesst Queenie es Burrs heimzuzahlen. Sie plant eine Party, auf der sie Burrs vor allen Freunden demütigen und eifersüchtig machen wird. Mit vielen verschiedenen Gästen ist die Party voll im Gange. Ein unbekannter Gast namens Black wird das Opfer ihrer Begierde und auch der Grund für Burrs` Eifersucht. Doch aus einem harmlosen Flirt wird mehr und als Burrs die beiden im Schlafzimmer erwischt, nimmt die Tragödie seinen Lauf. Rolle: Peggy, ein Flappergirl und eine Kollegin von Queenie Persönl. Statement: Ich mache einen Kniefall vor soviel Kunst! Super Stück, super Musik, wiederum super Leading Team und super Ensemble! Intensivste Probezeit und sehr anstrengendes Stück, weil man fast ununterbrochen auf der Bühne ist. |
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Fame: Fame erzählt die Geschichte von verschiedenen jungen Leuten, die die Aufnahmeprüfung für die Highschool of Performimg Arts schaffen. Vor ihnen liegen 4 Jahre harter Arbeit, um Sänger, Tänzer oder Schauspieler zu werden. Aus jungen, talentierten Kids werden Künstler, die erste Erfolge, aber auch Enttäuschungen erfahren. Sie müssen alle erleben, dass die Wirklichkeit des Lebens, der Liebe und der Arbeit oft anders aussieht als in ihren Träumen. Und trotzdem glauben sie an den Erfolg. Rolle: Serena Katz, eine Schauspielstudentin Persönl. Statement: Meine erste Hauptrolle! War eine super Erfahrung und tolle Probenarbeit! |
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Mamma Mia: Sophie lebt mit ihrer Mutter Donna auf einer kleinen griechischen Insel. Seit sie denken kann, versucht sie von ihrer Mutter zu erfahren, wer ihr Vater ist. Als sie im Tagebuch ihrer Mutter entdeckt, dass sie 3 mögliche Väter hat, lädt sie sie auf ihre bevorstehende Hochzeit ein. Ein Tag vor ihrer Hochzeit treffen auch tatsächlich alle drei Männer ein und ein fröhliches Rausfinden, wer ihr Vater ist, beginnt. Rolle: Ensemble/Swing und 2. Besetzung Sophie Persönl. Statement: Meine persönlich härteste Erfahrung im Musical Geschäft! |
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Dirty Dancing:
Film nicht gesehen? Bildungslücke!!!!! Anschauen ist Pflicht! Rolle: Ensemble und 2. Besetzung Baby und Lisa / Erstbesetzung Baby Persönl. Statement: Ich liebe Tanzen, deshalb bin ich hier richtig. Leider fehlt mir der Gesang. Aber durch meine 2 Cover Baby und Lisa konnte ich gut an meinem Schauspiel arbeiten. Während mir Baby leicht fiel, war Lisa eine richtige Herausforderung. Zum Glück spiel ich so oft meine Cover, dass ich immer wieder dran arbeiten kann! Meine Wahnsinnigste Erfahrung: Für Baby musste ich nach 2 Tagen Probe ganz unverhofft für Previews auf die Bühne, da die Erstbesetzung sich verletzt hatte. Und es hat geklappt! Bei meiner Verlängerung bekam ich dann die Erstbesetzung für Baby. Ich spielte 8x die Woche und es war eine tolle Erfahrung! Ich war selbst erstaunt, dass ich das so gut durchhielt, wenn man bedenkt wie gross diese Rolle ist. Aber wahrscheinlich liegt es daran, dass Baby meine Traumrolle war und ist! |
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Hair: Claude Bukowski trifft auf einen Haufen Hippies, deren Anführer Berger ist. Er lernt Love, Drugs, Freedom und Happiness kennen. Aber der Vietnamkrieg macht auch vor ihm nicht Halt, und er wird eingezogen. Hair ist vor allem eine Dokumentation über die 68 er Gerneration und dessen Geschichte mit wahnsinnig toller Musik! Rolle: Donna Bukowski (Claude`s Schwester) Persönl. Statement: Fühl mich wieder wie 17 bei der geilen Musik, der intensiven Story und der Mega-Cast! |